Gregorius Gilde

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Der lateinische Choral, dessen Anfänge bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen, hat nach den Worten des II. Vatikanischen Konzils auch heute noch eine besondere Bedeutung: „Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen (…) den ersten Platz einnehmen“ (Liturgiekonstitution, Nr. 116).

Damit wird deutlich, dass der gregorianische Gesang keineswegs auf die seit 2007 wieder erlaubte traditionalistische Form der Heiligen Messe nach dem sogen. „Tridentinischen Ritus“ bezogen ist.
 
Dass die Gregorianik seit über 70 Jahren in Euskirchen einen besonderen Stellenwert hat, ist alles andere als selbstverständlich. Der damalige Krankenhausseelsorger und Subsidiar an St. Martin, Rektor Josef Schaefer, versammelte 1946 eine Gruppe von Jungen um sich und führte sie zum gregorianischen Choralgesang. Dem Knabenchor gab er den Namen „Gregoriusgilde an St. Martin Euskirchen“.
 
Wie schon der Name zum Ausdruck bringt, widmet sich die Gregoriusgilde der Pflege des Gregorianischen Choralgesangs. Zurzeit singen 12 Männer in dieser Schola; einige Sänger der „ersten Stunde“ sind heute noch aktiv mit dabei. Die Leitung der Schola hat seit einigen Jahren Otto Werner.
 
In und um Euskirchen, nicht zuletzt in der Basilika Steinfeld, gestaltet die Gilde etwa fünfmal im Jahr lateinische Hochämter. Zur Tradition geworden ist die Gregorianische Adventsvesper am dritten Adventssonntag in der Martinskirche.
 
Es bleibt zu hoffen, dass auch nach einem 100-jährigen Jubiläum der Gregoriusgilde der gregorianische Gesang in Euskirchen gepflegt und gesungen wird.
 
Kontakt:
Ernst Werner
02251/61500
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