Sonntag, 25. März 2012 - Kirche St. Martin
Mozart "Requiem"
Cappella vocale - Neues Rheinisches Kammerorchester Köln
Solisten: Christina Kühne (Sopran), Cordula Hörsch (Alt), Shik-Kwon Lee (Tenor), Arndt Schumacher (Bass)
Leitung: Manfred Sistig

 

 Auf Initiative von Manfred Sistig begann 1995 eine erste projektbezogene Chorarbeit mit jungen Erwachsenen. Bald entstand aus dem Wunsch, kontinuierlich weiterzuarbeiten, die Cappella vocale.

Seine Hauptaufgabe sieht der Chor in der musikalischen Gestaltung der Liturgie. Bei der Auswahl der Messkompositionen sieht er einen besonderen Reiz darin, auch unbekanntere Werke des Barock aufzuführen. So erklangen sakrale Kompositionen mit kleinerer Besetzung wie die Missa „Non sine quare“ von Johann Caspar Kerll oder die “Messa à quinque” von Orindio Bartolini, bei der neben drei Posaunen auch zwei Zinken mitwirken. Fürstbischöfliche Klangpracht vermittelte dagegen die prächtig besetzte „Missa Sti. Henrici“ des Salzburgers Heinrich Ignaz Franz Biber in der Aufführung mit alten Instrumenten.
Eine willkommene klangliche Abwechslung zu Werken für gemischten Chor bieten Kompositionen für gleiche Stimmen. Zum Repertoire der Cappella vocale gehören hier die romantischen Messvertonungen für Frauenstimmen und Orgel von Gabriel Fauré (Messe basse) und Joseph Rheinberger (Missa in Es) sowie die „Peace Mass“ des zeitgenössischen britischen Komponisten Bob Chilcott.
Ebenfalls aufgeführt wurden die für Männerstimmen und Orgel gesetzten Werke „Missa cum jubilo“ von Maurice Duruflé und Petr Ebens  „Missa Adventus et Quadragesimae“.
Im Bereich der A-cappella-Literatur liegt der Schwerpunkt auf Motetten von der Romantik bis zur Gegenwart: Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, César Franck, Franz Liszt, Anton Bruckner, Edward Elgar, Edvard Grieg, Giuseppe Verdi, Joseph Rheinberger, Gabriel Fauré, Maurice Duruflé,  Jehan Alain, Olivier Messiaen, Volker Wangenheim.
Unter den Konzertenmit Orchester sind als herausragende Ereignisse zu nennen: „Magnificat“ von Johann Sebastian Bach, Mozarts "Vesperae solennes de Confessore“, Mendelssohns „Lobgesang“ sowie die letzte Messkomposition von Franz Schubert, die Messe in Es-Dur.
Am Passionssonntag, 25. März 2012, kam in der Pfarrkirche St. Martin das "Requiem" von Wofgang A. Mozart zur Aufführung (Fotos s.u.).
 
Seit fast 10 Jahren verbinden sich die Kantorei St. Martin und Cappella vocale zur Chorgemeinschaft St. Martin, um die großen Festhochämter an Weihnachten und Ostern gemeinsam zu gestalten. So erklangen in den letzten Jahren von Wolfgang Amadeus Mozart die „Krönungsmesse“ und die „Missa solemnis“, von Joseph Haydn die „Missa in tempore belli“ (Paukenmesse) und die „Missa in Angustiis“ (Nelsonmesse) sowie die „Missa solemnis“ in Es op. 80 des Haydn-Schülers Johann Nepomuk Hummel. Besonders aufwändig besetzt war die „Missa a due chori“ von Johann Ernst Eberlin:  Zwei Solistenquartette, zwei vierstimmig gemischte Chöre und zwei Orchester  konzertierten miteinander und holten das barocke Pathos vom Hof der Salzburger Fürstbischöfe in die Kirche Herz Jesu.
An Ostern 2019 steht von Jan Dismas Zelenka die Missa Paschalis aus dem Jahr 1726 auf dem Programm. Ein Instrumentalensemble mit Streichern, Zink, Oboe, 4 Barocktrompeten und "Kesseln", die Solisten Svenja Lehmann, Sopran, Christiane Schmitz, Alt und Lukas Heiwolt, Bariton, und die Chorgemeinschaft Cappella vocale und Kantorei St. Martin unter Leitung von Manfred Sistig bringen diese prachtvolle Messe voll barocker Klangfülle zu Gehör. Georg Friedrich Händels "Halleluja" und Johann Sebastian Bachs Coro "Wir danken dir" vervollständigen die festliche Musik am Ostermorgen.
 
Weihnachten 2019
Das Fest-Hochamt am 2. Weihnachtstag in der Herz-Jesu-Kirche feiern wir mit der Missa Sancti Nicolai von Joseph Haydn. Haydn hat die Messe für den Weihnachtsfestkreis 1772 komponiert. Aufgrund der im schwingenden 6er-Takt stehenden liedhaften Melodie von „Kyrie“ und „Dona nobis pacem“ und den Sextolen-Läufen der Geigen im Sanctus hat die Messe ausgesprochen pastoralen Charakter. Dazu trägt sicher auch die klangliche Gestaltung mit zwei Oboen und zwei Hörnern nebst Streichorchester bei. Als Solisten wirken Kathrin Smith, Cordula Hörsch, Kwon-Shik Lee und Frederik Schauhoff mit.
Es ist mittlerweile schöne Tradition, dass in diesem Gottesdienst auch die Stimmen von Kindern und Jugendlichen zusammen mit dem Orchester erklingen dürfen. Bei „Angels Carol“ von John Rutter und „Cantique de Noel“ von Adolph Adam können sich die jugendlichen Stimmen besonders schön entfalten.
Nachdem mit Orgelklängen von Johann Sebastian Bach (Praeludium et Fuga in G) das Festhochamt eröffnet worden ist, kommt am Schluss sein kongenialer Zeitgenosse Georg Friedrich Händel zum Zuge: „Denn es ist uns ein Kind geboren“ (aus dem Messias).
2014 kantorei cappella 800 wjFoto: Michael Lennartz
 
Die Cappella vocale probt jeden Mittwoch um 20 Uhr im Forum an St. Matthias. Neue Sänger werden immer gesucht, also einfach vorbeikommen, zuhören und mitmachen!
 

 

Manfred Sistig
Geboren am 09.08.1964, studierte Kirchenmusik, Instrumentalpädagogik und Künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Köln, wo Domorganist Prof. Clemens Ganz und Prof. Viktor Lucas seine Orgellehrer waren.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn u.a. in den Dom nach Köln, das Ulmer Münster, das Bonner Münster und St. Thomas More, Yale University/USA. Meisterkurse besuchte er bei Dr. Egidius Doll und Prof. Jon Laukvik (Orgelspiel). Weiterführende Studien in der Kapellmeister-Klasse von Prof. Volker Wangenheim rundeten seine dirigentische Ausbildung ab.
Seit 1993 ist er Kirchenmusiker in Euskirchen und Regionalkantor des Erzbistums Köln für das Kreisdekanat Euskirchen.
Kontakt:
Tel.: 0 22 55/20 20 26
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
 
Foto: Werner Jacobs
 
 
Weihnachten 2014
Gemeinsam musizieren: Kantorei St. Martin, Cappella vocale und die Kinder- und Jugendkantorei St. Martin
Gesungen wurde die Missa in G-Dur von Franz Schubert in der Erstfassung für Chor, Solisten und Orchester.
Eine Kostprobe aus dem Benedictus finden Sie auf youtube.de: http://youtu.be/QZdosWCOS-o
 
Passionssonntag, 25. März 2012 in der Pfarrkirche St. Martin
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
Adagio und Fuge in c-Moll KV 546 (1788)
Ave verum KV 618 (1791)
Requiem d-Moll KV 626 (1791)
 
 
Bilder: Anita Arnolds