Hopmann Tobias 2021 jacobsStatement von Pfr. Tobias Hopmann (Februar 2022)

In den letzten Tagen ging es nach der Veröffentlichung des Gutachtens des Erzbistums München und Freising in vielen Gesprächen, die ich geführt habe, wieder um das Thema „Sexueller Missbrauch“. Beispielsweise denke ich an einen älteren Herrn, der regelmäßig unsere Gottesdienste besucht und sich in der Gemeinde engagiert. Bei einem Besuch im Pastoralbüro ist er in Tränen ausgebrochen vor Unverständnis, Trauer und Entsetzen, dass solche Verbrechen in der Katholischen Kirche passieren konnten. Die Reaktionen dieses Mannes sind auch meine. Auch bei mir lösen die immer neuen Berichte Fassungslosigkeit, Entsetzen, Ekel und Wut aus! Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Missbrauch von Kindern und Jugendlichen darf niemals akzeptiert, beschönigt oder vertuscht werden - schon gar nicht in der Kirche! Und Priester, die sich an Kindern und Jugendlichen vergehen, sind Verbrecher, die das Vertrauen, das ihnen geschenkt wurde, aufs schändlichste missbraucht und damit vor allem den Betroffenen, aber auch der Kirche und allen Gläubigen schwersten Schaden zugefügt haben!

Die Frage, die mich als leitender Pfarrer in Euskirchen umtreibt, ist: Tun wir hier genug, um alles, was vielleicht bei uns in der Vergangenheit passiert ist, ans Licht zu holen? Und tun wir hier genug, um Missbrauch in unseren Pfarreien möglichst zu verhindern? Ich bin dankbar, dass sich hier in den letzten Jahren schon viel getan hat. So denke ich z.B. an die vielen Präventionsschulungen, die die Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und viele Ehrenamtliche gemacht haben und die zu einer Sensibilisierung geführt haben und uns so noch genauer hinschauen lassen. Aber wir werden noch konsequenter werden! Als Ihr leitender Pfarrer verspreche ich Ihnen: Wir werden hier nicht ruhen und alles in unserer Kraftstehende tun, um solche schrecklichen Verbrechen nach Möglichkeit zu verhindern und eventuelle, noch unbekannte Vorfälle aus der Vergangenheit, zu verfolgen.

Daher bitte ich Sie alle von ganzem Herzen: Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie von Vorfällen aus der Vergangenheit wissen oder sogar selbst betroffen waren. Und scheuen Sie sich bitte auch nicht, uns unverzüglich mitzuteilen, wenn Sie zweifelhafte Situationen erleben – selbst wenn es sich bei Ihnen nur um ein Bauchgefühl handelt. Jeder Missbrauch, der durch unser gemeinsames Hinschauen und Handeln verhindert werden kann, rechtfertigt alle Anstrengungen.

Ihr Pastor Tobias Hopmann, Leitender Pfarrer

Ihre Ansprechpartner Pastorale Einheit Euskirchen

Pfr. Tobias Hopmann, Leitender Pfarrer
tobias.hopmann (at) erzbistum-koeln.de

Präventionsbeauftragte:

jacobs2010Diakon Werner Jacobs
Tel. 0 22 51/14 65 47
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

Prez Prez Jos 2021 JacobsPfr. José Pérez Pérez
Tel. 0 22 51/775 414-14
Mail: jose.perez-perez (at) erzbistum-koeln.de

 

 

 

 

Keulertz Thomas 2021 jacobsGemeindereferent Thomas Keulertz
Tel. 0173 467 36 04
Mail: thomas.keulertz (at) erftmuehlenbach.de

 

 

 

 


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Zudem finden Sie hier die Kontaktdaten der Ansprechpartner des Erzbistums Köln für Betroffene.

 


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Augen auf - hinsehen & schützen
Kultur der Achtsamkeit

Seit bekannt werden der Missbrauchsfälle im Jahr 2010 hat die katholische Kirche die Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt intensiviert.

Durch die 2013 überarbeiteten Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch und die Rahmenordnung Prävention der Deutschen Bischofskonferenz ist für die katholische Kirche in Deutschland eine einheitliche Grundlage geschaffen worden. Diese wird stetig weiterentwickelt.

Prävention sexualisierter Gewalt ist zum integralen Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen geworden.

Kirche soll für Kinder und Jugendliche ein geschützter Raum sein, in dem sie sich sicher fühlen und sich gesund entwickeln können. Dafür setzen wir uns auch hier in der Stadtpfarrei St. Martin in Euskirchen ein. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende haben Schulungen mitgemacht, in denen das eigene Verhalten im Umgang mit Heranwachsenden behandelt wurde. Darüber hinaus wurden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Kindern und Jugendlichen, die Gewalterfahrungen gemacht haben, in angemessener Weise begegnet werden kann. Alle Teilnehmer/innen haben eine schriftliche Selbstverpflichtungserklärung abgegeben.

Wenn Sie dennoch einen konkreten Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch eine/n Mitarbeiter/in haben oder selbst Opfer von sexualisierter Gewalt durch eine/n Mitarbeiter/in der Gemeinde St. Martin geworden sind, können Sie sich direkt an Diakon Werner Jacobs, der strenge Vertraulichkeit zusichert, wenden:

Präventionsbeauftragter im Sendungsraum St. Martin-Bleibach/Hardt

Diakon Werner Jacobs

Tel. 0 22 51/14 65 47

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!